Oh, du feiner Berührung, Wort, Sohn Gottes, der du mit der Zartheit deines göttlichen Seins sanft die Essenz meiner Seele durchdringst, und wenn du sie ganz sanft berührst, tauchst du sie ganz in dich selbst in göttliche Wege der Annehmlichkeit und Freude, von denen nie in Kanaan gehört wurde, die in Teman nicht zu sehen waren! Oh, mächtige und sehr feine Berührung des Wortes, für mich umso bedeutungsvoller, dass du die Berge überschritten und die Felsen auf dem Berg Horeb mit dem Schatten deiner Macht und Kraft zerbrochen hast, die dich vorausgegangen ist, und du dich süß und stark dem Propheten im sanften Flüstern des Windes hast spüren lassen! Oh, feiner Wind! Wenn du so fein und sanft bist, sage: Wie kannst du, Wort, Sohn Gottes, so zart und sanft berühren, wenn du so furchtbar und mächtig bist?
(Johannes vom Kreuz, Lebendige Flamme der Liebe 2,17)