Der Glaube an den verborgenen Sinn der Geschichte muss uns stärken.

Oft denken wir, dass wir unsere eigene Geschichte verstehen. Doch das, was uns darin klar erscheint, ist immer nur ein vergängliches Bild dessen, was bis zu dem Tag, an dem alles offenbart wird, ein Geheimnis Gottes bleibt. Meine große Freude ist die Hoffnung, dass eines Tages alles klar sein wird. Der Glaube an den verborgenen Sinn der Geschichte muss uns auch immer stärken, wenn das, was wir direkt sehen können (sei es in uns selbst oder in anderen), uns die gesamte Courage nehmen möchte.

(Edith Stein /1891–1942/, Brief an Maria Ernst, 16. Mai 1941)