Wir können für uns selbst jede Gebet, Arbeit und alle täglichen Mühen an Gott zurückgeben, unabhängig davon, wie unwichtig oder unscheinbar sie uns erscheinen mögen. Ja, oft scheitern wir gerade deshalb, weil uns die Umstände unseres täglichen Lebens unwesentlich und unauffällig erscheinen. Gerade die vermeintliche Unbedeutsamkeit unseres alltäglichen Lebens und die Unveränderlichkeit der Umstände bewirken, dass unsere Aufmerksamkeit und gute Absichten nicht anerkennen wollen, dass auch diese Gegebenheiten ein Ausdruck des göttlichen Willens sind. Zwischen Gott und der Seele des Einzelnen gibt es jedoch keine unwichtigen Momente, und das ist das Geheimnis der göttlichen Vorsehung.
(Walter J. Ciszek SJ /1904–1984/, Er führt mich, 18. Kapitel)