Ich habe bereits in meinem letzten Brief geschrieben, dass Gott oft den Körper leiden lässt, um die Krankheit unserer Seele zu heilen. Nur Vertrauen! Mach aus der Not eine Tugend! Bitte Gott nicht um Befreiung von körperlichen Qualen, sondern um die Kraft, alles, was Er will und so lange Er es wünscht, aus Liebe zu Ihm zu ertragen.
Ich weiß, dass ein solches Gebet hart für unsere Natur ist, aber Gott wird es umso lieber annehmen – darin liegt große Trost für die, die Ihn lieben. Die Liebe wird im Leiden gestärkt. Wenn der Mensch Gott liebt, leidet er für Ihn mit Freude und Mut. Tu es so, ich bitte Dich: Suche Trost in Ihm. Er ist der einzige Arzt all unserer Krankheiten. Er ist der Vater der Armen, stets bereit uns zu helfen. Er liebt uns unendlich mehr, als wir uns vorstellen können. Liebe Ihn also und suche Hilfe bei niemand anderem als nur bei Ihm. Ich hoffe, dass Du diese Hilfe bald erleben wirst. Gott sei mit Dir. Auch ich bin mit meinen schwachen Gebeten bei Dir und bin immer in unserem Herrn Jesus Christus Dein…
(Hl. Laurentius von der Auferstehung, Korrespondenz, Brief Nr. 14)