Schnell, maßvoll und brennend strömend...

Das Feuer der Liebe zu den Menschen, die Gott liebt, verzehrt euch ebenso wie das Feuer der göttlichen Liebe – und es ist dieselbe Liebe. Es verbrennt euch mit dem Hunger nach übernatürlichem Glück, zuerst für die Menschen, die ihr kennt, dann für die, von denen ihr kaum gehört habt, und schließlich für alle. Dieses Feuer verbrennt euch mit einer Sehnsucht, die nicht sofort zu Taten führt, sondern zu Gott. Und mit dem schnellen, friedlichen, verbrennenden Strom dieser Sehnsucht werdet ihr eher zum Gebet getragen als zum Handeln … (…)
Heilige Teresa von Ávila, bitte unseren Gott, dass er die Welt mit feurigen Flüssen des Heils erfüllt …

(Thomas Merton /1915–1968/, Tagebuchnotiz vom 15. Oktober 1948)