Gott ist immer hier, vielleicht ist er uns sogar näher.

Es gibt Momente, in denen alle Lebensschwierigkeiten auf uns gleichzeitig einprasseln. Und dann gibt es da noch eine weitere, manchmal ganz kleine, die sich zu den anderen gesellt, und das Gefäß überläuft. Aber Gott ist immer noch hier, vielleicht ist er uns noch näher, wenn er spürt, dass wir schwach sind. Und dann genügt es, dass die Seele nur schaut und sich in der Stille seines ewigen Schweigens mit ihm verbindet, wo wir für uns selbst einen ganzen Brunnen der Zärtlichkeit finden. Diese Augenblicke sind für den Himmel nicht verloren.

(Kardinal Charles Journet /1891–1975/, Korrespondenz)