Engel des Schutzes meines Herzens,
der du strahlst wie sanftes Licht
vor dem Thron des Vaters im Himmel,
der du gebietest, mir zu folgen,
du gehst wegen mir durch dieses Land,
bist mein Freund und mein Bruder,
der Trost und Licht für mich ist,
bleib einfach, führe und erleuchte!
Du, der du die Räume durchdringst
schneller als der Lichtstrahl der Sonne
und weißt, wo meine Geliebten sind,
flieg oft, um sie zu besuchen.
Trockne ihre Augen mit deinen Flügeln,
o Jesus, sing ihnen ein Lied,
von dem Schmerz, der sich in Freude verwandelt,
und flüstere ihnen meinen Namen.
Du führst mich bei der Hand, denn du siehst,
wie elend und schwach ich bin,
behutsam räumst du mir die Hindernisse aus dem Weg,
damit ich nicht auf einen Stein falle.
Ständig leitet mich süß
deine Stimme zum Blick in den Himmel
und je kleiner ich neben dir bin,
desto größer strömt das Licht aus dir.
(Theresie vom Kinde Jesu und vom heiligen Antlitz, Auszug aus dem Gedicht „Dem Schutzengel“, Januar 1897,
Übersetzung von Anděla Janoušková)