Wenn eure Natur Gegenstand des Kampfes ist, ein Schlachtfeld, oh, verliert nicht den Mut, seid nicht traurig. Sogar würde ich sagen: liebt eure Armseligkeit, denn gerade darin übt Gott sein Erbarmen aus, und wenn euch sein Blick in Traurigkeit versetzt, die euch in euch selbst verschließt, ist das aus Selbstliebe! In Stunden der Schwäche flüchtet euch zum Gebet eures Meisters. Ja, Schwesterchen, er hat euch an eurem Kreuz gesehen, für euch gebetet, und dieses Gebet ist ewig lebendig und gegenwärtig vor seinem Vater, es wird euch aus euren Armseligkeiten retten. Je mehr ihr eure Schwäche spürt, desto mehr sollte euer Vertrauen wachsen, denn ihr stützt euch nur auf ihn.
(Elisabeth von der Dreifaltigkeit, Brief 324)