Der Herr Jesus zu Schwester Josefa Menéndez
am Karfreitag, 30. März 1923
Das ist die Stunde der Erlösung der Welt! Er wird mich von der Erde erhöhen und mich dem Spott der Menge zur Schau stellen, aber auch der Bewunderung der Seelen!
Der Welt ist Frieden zuteil geworden. Das Kreuz, das bisher ein Werkzeug der Folter war, an dem Verbrecher starben, wird zum Gegenstand tiefster Ehrfurcht.
Aus meinen heiligen Wunden werden die Sünder Vergebung und Leben schöpfen. Mein Blut wird alle ihre Makel reinigen und glätten.
Aus meinen heiligen Wunden werden die reinen Seelen kommen, um sich zu nähren und sich in Liebe zu entflammen. Zu ihnen werden sie fliehen und dort werden sie für immer eine Wohnung haben.
Der Welt ist ein Erlöser zuteil geworden und den auserwählten Seelen ein Vorbild, dem sie folgen sollen.
Diese Hände sind deine, um dich zu halten, und diese Füße, um dich zu begleiten und dich niemals allein zu lassen.
Alles, was du siehst, schreibe auf.
Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Nein, sie haben den nicht erkannt, der ihr Leben ist. Sie haben ihren ganzen Zorn über ihre Ungerechtigkeiten auf ihn ausgegossen. Aber ich bitte dich, meinen Vater, gieße über sie all die Kraft deines Erbarmens aus!
Heute wirst du mit mir im Paradies sein
Denn dein Glaube an das Erbarmen deines Retters hat alle deine Verbrechen gesühnt und er wird dich ins ewige Leben führen.
Frau, siehe, dein Sohn
Meine Mutter, siehe, meine Brüder, behüte sie, liebe sie. Ihr seid nicht mehr allein, ihr, für die ich mein Leben hingegeben habe! Ihr habt jetzt eine Mutter, zu der ihr in all euren Bedürfnissen fliehen könnt.
Mein Gott, warum hast du mich verlassen
Ja, von nun an hat meine Seele das Recht, zu ihrem Gott zu sagen: „Warum hast du mich verlassen?“ Denn nach der Vollbringung der Erlösung ist der Mensch ein Kind Gottes geworden, ein Bruder Jesu Christi, ein Erbe des ewigen Lebens.
Ich habe Durst
Mein Vater, ich habe Durst nach deinem Ruhm. Siehe, die Stunde ist gekommen. Von nun an, wenn die Welt die Erfüllung meiner Worte sieht, wird sie erkennen, dass du mich gesandt hast, und du wirst verherrlicht werden.
Ich habe Durst nach den Seelen, und um diesen Durst zu stillen, habe ich mein Blut bis zur letzten Tropfen vergossen. Deshalb kann ich sagen:
Es ist vollbracht
Jetzt ist das große Geheimnis der Liebe vollendet, in dem Gott seinen eigenen Sohn zum Tod übergibt, um dem Menschen Leben zu geben.
Ich bin in die Welt gekommen, um deinen Willen zu erfüllen; mein Vater, er ist vollbracht.
In deine Hände befehle ich meinen Geist
Und ich übergebe dir meinen Geist.
So können die Seelen, die meinen Willen erfüllt haben, wahrhaftig sagen: „Es ist vollbracht! Mein Herr und mein Gott, nimm meine Seele, ich übergebe sie in deine Hände.“
(Auszügen aus „Ein Ruf zur Liebe“, Schwester Josefa Menéndez,
Apostolat des Gebets, Toulouse 1966, S. 220–223.
Übersetzt von P. Methodius Minařík, O.Carm. Schwester Josefa lebte von 1890 bis 1923.)