Heilige Therese von Lisieux und die göttliche Barmherzigkeit (7. Teil)

P. Gorazd Cetkovský, O.Carm.

12. Terezjas Inspiration durch das Zeichen der Ehrenwache des Heiligsten Herzens

Noch einmal schrieb Therese das Wort Barmherzigkeit. Sie fügte es zu einem Bild hinzu, das sie für Abbé Belliere im Mai oder Juni 1897 malte. In diesem Fall handelt es sich also nicht um einen richtigen Brief. Aber auch dieser Text wird oft zu Thereses Briefen gezählt (als DT 266), und zwar mit dem Datum vom 25. August 1897, das auf der Rückseite des Bildes geschrieben steht. Wahrscheinlich an diesem Tag schrieb Therese mit Bleistift auf die Rückseite des Bildes eine Widmung: Die letzte Erinnerung der Seele, die mit Ihrer Seele verwandt ist – T. von D. J.

Auf der Vorderseite der Karte ist ein Bild zu sehen, auf dem beide Hände eines Priesters die Hostie erheben. Darin ist das Jesuskind als nacktes Kind auf Stroh dargestellt, nur mit einem Windel über den Hüften bedeckt. Es breitet die Arme aus in Richtung des Betrachters. 1 Zu diesem Motiv, das auf das Geheimnis der Inkarnation und das Geheimnis der Eucharistie hinweist, passen die Worte, die Therese unter das Bild schrieb:

Ich kann Gott, der für mich so klein geworden ist, nicht fürchten… ich liebe ihn!… denn er ist nur Liebe und Barmherzigkeit!

Bischof Gaucher sagte einmal über diese Worte: „«Gott ist nur Liebe und Barmherzigkeit.» Dies ist das wahre Vermächtnis, Thereses Erbe.“2

Als ich das Foto dieses Bildes im Buch Therese und Lisieux betrachtete,3 war ich überrascht festzustellen, dass diese Worte nicht Thereses eigene Worte sind, sondern dass Therese sie von jemand anderem übernommen hat und sie nur zitiert. Auf derselben Seite des erwähnten Buches befindet sich auch ein Foto der Karte, die Abbé Belliere Therese etwa zwei Jahre früher, im Oktober 1895, geschickt hatte. Auf der Karte sehen wir das Zeichen der Ehrenwache des Heiligsten Herzens.

Auf der Vorderseite der Karte stehen die Worte:

Es lebe † Jesus
Halt! Das Herz Jesu ist hier

Es ist nur Liebe und Barmherzigkeit!
Ehrenwache des Heiligsten Herzens

Auf der Rückseite der Karte schrieb Abbé Belliere: Das Siegel der Vereinigung apostolischer und brüderlicher Liebe in den allerheiligsten Herzen Jesu und Mariens

Unter seinem Namen steht eine zweite handschriftliche Unterschrift: Therese vom Kind Jesus und vom Heiligen Antlitz, Karmelitin. 4, 24. Oktober 1895

Und unter ihrem Namen steht zusätzlich eine weitere handschriftliche Unterschrift: Therese vom Kind Jesu und vom Heiligen Antlitz, barfuß Karmelitin.

Einige Informationen über die Ehrenwache des Heiligsten Herzens

Die von Therese zitierten Worte: Er ist nur Liebe und Barmherzigkeit, finden wir auch auf anderen Darstellungen des Zeichens der Ehrenwache des Heiligsten Herzens (garde d’honneur du Sacré Coeur). Es handelte sich wahrscheinlich um – könnte man sagen – ein Motto, das unter den Mitgliedern dieser Vereinigung sehr beliebt war und mit dem sie sich oft gegenseitig ermutigten.

Die Ehrenwache ist eine Vereinigung von Gläubigen, deren Mitglieder den Tag in einzelne Stunden unterteilen und zu der festgelegten Stunde jeder von ihnen eine „Ehrenwache“ beim Herzen Jesu hält. Wer dies nicht in der Kirche vor dem Altartuch erfüllen kann, der verweilt zu dieser festgelegten Stunde dort, wo er kann, im Geiste bei Jesus. Die Grundidee ist, Christus die Kälte und Undankbarkeit zu ersetzen, die ihm von der Menschheit zuteilwird.

Die Idee der Ehrenwache des Heiligsten Herzens stammt indirekt von der heiligen Margarete Maria Alacoque.5 Die offizielle Gründung der Ehrenwache fand jedoch erst 1863 im Kloster der Schwestern der Besuchung in Bourg statt. Zunächst bestand diese Vereinigung nur aus Ordensschwestern, aber sehr schnell weitete sich der Verein auch auf Priester und Laien aus. Dass diese Spiritualität in jener Zeit große Ehrfurcht und Beliebtheit genoss, belegt auch die Tatsache, dass Papst Pius IX. im Jahre 1872 darum bat, Mitglied des Vereins zu werden.

Das Zeichen der Ehrenwache

Die Mitglieder der Ehrenwache des Heiligsten Herzens legen auch Wert auf die öffentliche Platzierung der Darstellungen des Herzens Jesu. Laut den Worten des Herrn Jesus zu Schwester Margarete ist dies eine reiche Quelle des Segens. Das Symbol der Ehrenwache ist ein Zifferblatt (das die einzelnen Stunden des Tages und der Nacht darstellt), in dessen Mitte das Zeichen der Ehrenwache abgebildet ist: das Herz Jesu, durch das eine Lanze dringt.

Diese Darstellung ist auch auf der Vorderseite der Medaille der Mitglieder der Ehrenwache geprägt.6 Auf der Rückseite ist Christus am Kreuz und zu Füßen des Kreuzes die erste „Ehrenwache“: die Mutter Jesu Maria, Maria Magdalena und der Apostel Johannes dargestellt.

Im Zeichen der Ehrenwache ist das Herz Jesu abgebildet, in das eine Lanze eindringt. Das Herz ist mit einer Dornenkrone umwickelt und trägt die Inschrift: „Es lebe Jesus! Ehrenwache des Heiligsten Herzens. Halt! Das Herz Jesu ist mit mir.7 Es ist Liebe und Barmherzigkeit.“ Die Mitglieder der Ehrenwache bemühen sich, die Medaille oder das Abzeichen bei sich zu tragen und so die Worte des Hoheliedes zu erfüllen: „Leg' mich wie ein Siegel auf dein Herz“ (Hoheslied 8,6). (Das können wir auch schön auf unser Skapulier der Jungfrau Maria vom Karmel beziehen!)

Die Geschichte der Kontaktaufnahme zwischen Bellier und Therese

Maurice Belliere wurde am 10. Juni 1874 geboren. Da seine Mutter acht Tage nach seiner Geburt starb, erzog ihn seine Tante, Frau Barthelémy (und er setzte ihr Nachnamen vor seinen eigenen Namen). Im Oktober 1894 trat er als Seminarist des Bistums Bayeux in das diözesane Seminar in Sommervieu ein. Als er am 15. Oktober 1895 einen Brief an den Karmel in Lisieux schrieb, stellte er sich darin als Seminarist des zweiten Jahres und Bewerber um die Aufnahme in die missionsordensgemeinschaft vor. Da er im kommenden Monat zur Armee einberufen werden sollte, um seinen einjährigen Militärdienst abzuleisten, und sich seiner psychischen Zartheit bewusst war, schrieb er den Karmelitinnen in Lisieux einen Brief, in dem er die Oberin um eine Schwester bat, die sich auf besondere Weise für das Heil seiner Seele opfern würde (RkC 31v), damit er mit ihrer geistlichen Hilfe sicherer in seiner Berufung als Priester und Missionar bestehen könne.

Mutter Agnes übertrug diese Aufgabe Therese. Dieses Ereignis, das ihr große Freude bereitete, beschreibt sie ausführlich im Manuskript C. Sie fügt hinzu:

Meine Mutter, ich bin nicht in der Lage, Ihnen mein Glück zu schildern: die unerwartete Erfüllung meines Wunsches hat in meinem Herzen eine Freude ausgelöst, die ich als kindlich bezeichnen werde: ich muss nämlich bis in meine Kindheit zurückkehren, um die Erinnerung an die Freuden zu finden, die so lebendig sind, dass die Seele zu klein ist, um sie zu fassen, und seitdem habe ich nie wieder solches Glück erfahren. Ich fühlte, dass in dieser Hinsicht meine Seele neu ist: es war, als hätte jemand zum ersten Mal die Saiten berührt, die bisher in Vergessenheit geraten waren.8

Damals schrieb Therese selbst nicht an Abbé Bellier, das wäre gegen die Regeln gewesen, nach denen sich die Schwestern richteten. Ihre Antwort gab Mutter Agnes (spätestens am 22. Oktober). Aber die Oberin fügte ihrem Schreiben ein Gebet hinzu, das Therese für ihn verfasst hatte und in dem sie ihre Gedanken und Gefühle ausdrückte, die mit dieser neuen Aufgabe verbunden waren. Nachdem Abbé Belliere die Karte mit dem Gebet erhalten hatte, unterschrieb er sie. Und zu seiner Unterschrift fügte er hinzu: „(Mitglied) der Ehrenwache des Heiligsten Herzens“. So unterschrieb er auch am Ende des Briefes, den er am 23. Oktober 1895 an die Oberin (und Therese) nach Lisieux schickte. Es ist also deutlich, dass er damals seine Mitgliedschaft in der Ehrenwache des Heiligsten Herzens mit Eifer erlebte.

Der Sinn des unterschriebenen Siegels

Thereses Gebet, das dem Schreiben der Oberin beigefügt war, und in dem ihre Andacht und Hingabe spricht, berührte Abbé Bellier sehr. Therese verspricht in ihrem Gebet nämlich Gott, dass sie für die Heiligung dieses zukünftigen Priesters alle Gebete und Leiden, die sie fähig ist zu bringen, mit Freude opfern wird.9 Und tatsächlich erfüllte sie dieses Versprechen dann eifrig.10

Als Abbé Belliere den Brief und das Gebet erhielt, antwortete er umgehend am 23. Oktober 1895. Und zu seinem Brief fügte er eine Karte mit dem Zeichen der Ehrenwache des Heiligsten Herzens bei. Auf die Rückseite der Karte schrieb er die Worte: „Das Siegel der Vereinigung apostolischer und brüderlicher Liebe in den allerheiligsten Herzen Jesu und Mariens“ und wünschte sich, dass die Karte von beiden unterschrieben wird: von ihm und Therese. In seinem Brief äußerte er seine Überzeugung, dass „das Siegel des Heiligsten Herzens“ noch mehr „unsere göttliche Gemeinschaft festigen“ werde (ich glaube, dass, obwohl Belliere das ungewöhnliche Wort association – Gemeinschaft verwendete, bezieht er sich auf die Beziehung zwischen ihm und Therese). Lassen Sie uns aus seinem Brief zitieren:11

„Ich möchte auch meiner Schwester Therese vom Kind Jesus sagen, wie sehr mich ihre Liebe,12 ihre Hingabe, die aus der reinsten Quelle göttlicher Liebe schöpft, berührt hat. Die Regeln Ihrer Kongregation erlauben dies (aber) wahrscheinlich nicht. Und darum bitte ich Sie, meine Mutter, dass Sie meine Dolmetscherin bei meiner Schwester seien, wie Sie es bereits erfolgreich und glücklich waren. Sagen Sie ihr, liebe Mutter, dass ich mit Rührung Gott für die Güte danke, die mir diese Schwester ausgewählt hat, um mir zu helfen, am Werk Jesu Christi zu arbeiten. Und dass ich mit tiefer Ergriffenheit dieses inspirierte Gebet gelesen habe, das sie verfasst hat und für mich täglich betet. Und dass ich Sie bitte, ihr dieses Siegel des Heiligsten Herzens zu übergeben, das unsere göttliche Gemeinschaft festigt; es fehlt nichts als ihre Unterschrift, da Sie, Mutter, und Gott sie bereits zuerst unterschrieben haben. Sagen Sie auch meiner Schwester, dass mein Gelübde besteht – es wird für immer bestehen, denn im Himmel wird es für uns Priester eine ständige Messe sein; und so wird (Therese) immer einen (vorzugsweise) Platz im Gedächtnis haben,13 auch Sie, Mutter, und Ihre Gemeinschaft. (…)
In der Eucharistie werde ich ihr danken für die Gebete und Opfer, die sie als Selbstverleugnungen zu meinem Nutzen dargebracht hat. Aber auch ihr großer Wunsch wird erfüllt werden: ich werde Priester sein, Apostel nach dem Herzen Gottes, ich fühle es – und zusammen werden wir die teuren Seelen Jesu Christi retten. Ich werde nur ein Werkzeug sein, und Sie werden es sein, meine Schwester, die (sie) bekehren wird. (…)
Gott befohlen, meine Mutter, Gott befohlen, meine Schwester, und auf Wiedersehen immer in den heiligen Herzen.“

Also in Antwort auf Thereses große Hingabe ließ er sie in seinem Brief wissen, dass er bei den Messen, die er einmal – wenn er Priester wird – feiert, an sie denken werde, und dass sein Apostolat ihr Werk sein wird. Es ist schön zu sehen, wie Therese ihn und sein Priestertum schätzte, und wie er ihre Gebete und Opfer würdigte und ihnen allen Erfolg seiner zukünftigen apostolischen Arbeit zuschrieb. Therese unterschrieb das „Siegel“ und bewahrte es auf. Und die Worte, die darauf gedruckt sind, zitierte sie zwei Jahre später auf ihrer Karte – dem letzten Geschenk – für Belliere.

Über Thereses Worte im Detail

Ich konnte bisher nicht herausfinden, wer der Autor der Worte ist: „Es ist nur Liebe und Barmherzigkeit.“ Lassen Sie uns näher hinschauen. Wenn die Worte „Liebe und Barmherzigkeit“ nicht Thereses eigene Worte sind, sondern eine Zitierung, werden wir auch auf die anderen Worte, die Therese auf das Bild geschrieben hat, mehr achten.

Ich kann Gott, der für mich so klein geworden ist, nicht fürchten… ich liebe ihn!… denn er14 ist nur Liebe und Barmherzigkeit! Thereses eigene Worte sind im ersten Teil dieses Satzes. Wir treffen sie in einem Gegensatz: Fürchten und Lieben. Und es ist nicht schwer sich daran zu erinnern, dass wir sie in Thereses Aufzeichnungen und Briefen schon mehrfach gefunden haben. Lassen Sie uns diese Stellen in Erinnerung rufen.

Kehren wir zurück zu dem Brief LT 226 an Pater Rouland. Zuvor zitierten wir Thereses Worte darüber, dass für sie der Gedanke, dass Gott gerecht ist, untrennbar mit dem Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes verbunden ist. Etwas später in demselben Brief schreibt sie: Dies denke ich über die Gerechtigkeit Gottes. Mein Weg besteht aus Vertrauen und Liebe, ich verstehe die Seelen nicht, die einen so zärtlichen Freund fürchten.

In dem Brief LT 258 lasen wir Thereses Bekenntnis an Abbé Bellier, dass ihrer Ansicht nach seine Seele berufen ist, zu Gott in den ZUG der Liebe aufzusteigen und nicht die steilen Treppen der Angst hinaufzusteigen… Und als sie in demselben Brief ihr Gleichnis über die zwei ungehorsamen Kinder erzählte, beschrieb sie die falsche Reaktion des ersten Kindes gegenüber dem Vater mit den Worten: es zittert und flieht vor ihm aus Angst. Währenddessen wirft sich sein Bruder dem Vater in die Arme und sagt, dass er es bedauert, dass er ihn verletzt hat, aber dass er ihn trotzdem liebt und zu beweisen, dass er sich nun gut benehmen wird. Thereses Bezug auf die Liebe des zweiten Kindes erwähnt sie dann auch noch einmal, wenn sie schreibt, dass das Verhalten des zweiten Sohnes den Vater berührt, weil der Vater diese Aufrichtigkeit und Liebe seines Kindes kennt. Überall wiederholt sich der Gegensatz: Liebe anstelle von Angst.

Und ich erlaube mir noch einen kleinen Exkurs. Als ich das traditionelle Bild des Heiligsten Herzens ansah, das von der Ehrenwache verwendet wird und so sehr darauf aus ist, uns anatomische Treue zu zeigen, kam mir die Frage: Wie sieht wohl ein Kardiologe dieses Bild, der sehr gut weiß, wie das menschliche Herz tatsächlich aussieht? Und ich antwortete mir: Er schaut mit einer wohlwollenden Nachsicht, die einerseits den Maler und sein Können schätzt, aber andererseits auch gut weiß, wie wenig treu dieses Bild das menschliche Herz darstellt. Und ähnlich stelle ich mir in geistlicher Hinsicht die Frage: Wie sieht der Herr Jesus, wenn wir versuchen, uns sein Herz vorzustellen? Bleibt unsere Betrachtung über sein Herz nicht ebenso naiv und unvollkommen wie diese „treue“ künstlerische Darstellung des menschlichen Herzens? Ja, so ist es. Aber ich erwähne das nicht, um unsere Bemühungen, das Herz Jesu zu verstehen, zu schmälern, überhaupt nicht. Ich will lediglich, dass wir uns dessen bewusst sind, dass unser Wissen niemals die Abgründe der Liebe und Barmherzigkeit des Herzens Jesu (LT 247) erfassen wird.

Weitere Lebensgeschichten von Abbé Bellier

Hat sich erfüllt, worum er gebeten hat und wofür Therese sich opferte? Dieser Seminarist, nachdem er im Oktober 1895 Korrespondenz mit den Karmelitinnen in Lisieux ausgetauscht hatte, trat am 12. November 1895 in die Kaserne in Caen ein und schwieg. Erst am 21. Juli 1896 sandte er von dort einen verzweifelten Brief an die Oberin mit der Bitte, dass Therese intensiv für ihn beten solle. Im Oktober schrieb er dann einen weiteren Brief, dass es ihm jetzt gut geht. Er hat also seinen Weg zum Priestertum fortgesetzt.

Im Herbst 1896 war jedoch bereits Mutter Marie Gonzague die Oberin und sie beauftragte Therese, selbst an Bellier zu antworten, da sie krank war. Und Therese erwähnte dann in ihrem Schlussbrief vom 21.10.1896 (DT 198) das Herz Jesu und Mariens – im Geist der Spiritualität des „Siegels“, mit dem wir uns ausführlich beschäftigt haben.15 Dies war Thereses erster Brief an ihn. Insgesamt sind uns elf davon erhalten. Und wie wir schon festgestellt haben, dauerte ihr Schriftwechsel bis zu Thereses Tod.16

Zufälligerweise war Belliere einen Tag vor Thereses Tod am 29. September 1897 nach Algerien gereist. Er absolvierte das Noviziat und wurde Mitglied der Missionsgesellschaft der Weißen Väter. Am 29. Juni 1901 erhielt er die Priesterweihe. Sein Einsatzort wurde Nyassa (das heutige Malawi). Nach fünf Jahren musste er 1906 aus gesundheitlichen Gründen nach Frankreich zurückkehren. Er starb im Alter von 33 Jahren am 14. Juli 1907 in Caen.17 Sein Beruf, Priester und Missionar zu werden, verwirklichte er also. Aber ähnlich wie Therese erfüllte auch er dies nicht lange auf dieser Erde.

(Fortsetzung im nächsten Heft.)

 


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