Jesus und die Mission der Karmeliterin

Bl. Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit:
Auszug aus einem Brief [L 256]
an den Kanoniker Angles aus Dezember 1905.

„Alles in Christus neu machen“

… Wie erhaben ist der Auftrag einer Karmelitin! Sie muss Vermittlerin sein zusammen mit Jesus Christus, sie muss ein weiteres Menschsein sein, in dem er sein Leben der Versöhnung, des Opfers, des Lobes und der Anbetung ständig leben kann.

O bitte ihn, dass ich meinem Beruf gerecht werde und dass ich die Gnaden, mit denen er mich großzügig beschenkt, nicht missbrauche. Wenn Sie wüssten, welche Angst mir manchmal dieser Gedanke einflößt… Dann stürze ich mich zu ihm, den der heilige Johannes „Treuer, Wahrhaftiger“ nennt, und bitte ihn, dass er selbst meine Treue sei!

Anna Zelíková: (13. September 1940)

Ich möchte alle lehren, Jesus zu lieben. Ich möchte allen sagen, wie gut er ist, dass wer in seinem Arm ruht, sein wahres Glück findet. Selbst wenn er leidet, ist er glücklich. Ich bin mir sicher, je verborgener das Leben einer kleinen Karmelitin fließt, desto mehr wird sie opfern können, denn unbekannt und unverstanden wird sie in jedem Moment von sich selbst befreit. Ich glaube, dass Jesus mir helfen wird, dass er mir erlaubt, hier tatsächlich strengen Lebensstil zu führen. Ich bin mir sicher, dass man auch außerhalb des Karmels Karmelitin sein kann. Ich will mich ganz ihm anvertrauen. Nur der kann andere heiligen, der selbst heilig ist. Ich will heilig sein, ich will anderen helfen. Ich sehne mich nach nichts für mich selbst, aber ich sehne mich danach, viel für andere zu haben. Jesus – die Liebe wird alles tun.

(Nach dem Buch Es spricht zu uns Anna Zelíková, MCM, Olmütz 1993, S. 159.)