Im Jahr 1551 erhielt Ignatius eine Frage von einem Scholastiker aus Portugal, welche Form des Gebets für einen Jesuiten am angemessensten sei. Der damalige General antwortete:
Ihr sollt euch darin üben, die Gegenwart Gottes in allen Dingen leicht zu finden; in euren Handlungen, beim Gehen, beim Schauen, beim Schmecken, beim Hören, beim Denken und überhaupt in allem, was ihr tut. Die Gegenwart der göttlichen Majestät ist ja in allen Dingen, sowohl durch Wirken als auch durch Sein. Diese Denkweise, bei der der Mensch Gott überall findet, ist einfacher, als wenn wir mit erhabenen Gedanken zu geistlichen Dingen aufsteigen wollten.
(Ignatius von Loyola /1491–1556/)