Ich vermisse dich.

O mein Schöpfer, ich sehne mich nach Dir. Du verstehst mich, mein Herr. - Alles auf der Erde scheint mir ein blasser Schatten zu sein, ich dürste und sehne mich nach Dir, obwohl Du so unendlich viel für mich tust, denn Du besuchst mich auf besondere Weise, doch diese Besuche stillen die Wunden meines Herzens nicht, sondern verursachen in mir immer größere Sehnsucht nach Dir, Herr, ach, nimm mich zu Dir, Herr, wenn es Dein Wille ist. Du weißt, dass ich sterbe und vor Sehnsucht nach Dir sterbe, und ich kann nicht sterben. Tod, wo bist du? Du ziehst mich, Herr, in den Abgrund Deiner Göttlichkeit und versteckst Dich hinter der Dunkelheit. Mein Wesen ist ganz in Dir eingetaucht, doch ich begehre es, Dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Wann beginnt das für mich?

(Hl. Faustyna Kowalska, Tagebuch, II. Heft, 841)